Weiterentwicklung einer universellen Umweltsensorstation

FIfF und TDRM starten eine programmatische Initiative zu Citizen Sensing und Citizen Science.

Weiterentwicklung einer universellen Umweltsensorstation
PresseerklÀrung vom 1.11.2023 ohne Sperrfrist
Peter KĂ€mmerling – peter.kaemmerling@fiff.de – 01577.1580233
Prof. Dr. Dietrich Meyer-Ebrecht – dme@fiff.de

Einladung zur Pressekonferenz am Fr. 10.11.2023 ab 10h ins Welthaus Aachen, An der Schanz 1, 52064 Aachen, im Globalen Klassenzimmer des Eine Welt Forum Aachen e.V.

Gastgeber sind der FIfF e.V. [1] und TDRM [2], Projekt Umweltsensorstation [8].

Im Jahr 2022 entwickelten Mitglieder des FIfF e.V. [1] und des TDRM-Projektes [2] in einem von der Deutschen Stiftung fĂŒr Engagement und Ehrenamt (DSEE) [3] geförderten Projekt die Open-Source-Hardware des Prototypen einer Umweltsensorstation [4]. Einfacher GerĂ€teaufbau, niedrige Kosten und flexible Sensorauswahl zeichnen die Station aus. Lizenzfreie Kommunikation per LoRaWAN [5] und TTN-Netzwerk [6], große Reichweite und Versorgung durch Solarmodul und Akku ermöglichen einefreizĂŒgige Aufstellung. Die Software der Station wurde innerhalb desersten Projektes prototypisch bis zur FunkĂŒbertragung implementiert.

Nun erhĂ€lt das FIfF und TDRM in einem Folgeprojekt, wiederum gefördert durch die DSEE bis Ende 2024, die Chance, den Grundstein fĂŒr eine programmatische Initiative zu legen: Citizen Sensing – BĂŒrger:innen beteiligen sich aktiv am Monitoring unser Umwelt und ĂŒbernehmen damit eine gesellschaftliche Verantwortung. Sie setzen sich mit konstruktiven Anwendungen der Informationstechnik auseinander und demonstrieren deren gesellschaftlichen Nutzen. Die Datenerhebung dient als Grundlage zur öffentlichen wissenschaftlichen Datenauswertung und VerknĂŒpfung mit aktuellen gesellschaftsrelevanten Fragen, zu Citizen Science.

Im Folgeprojekt soll nun eine anwendungsreife Software entwickelt und die Hardware ĂŒberarbeitet werden, außerdem ein Feldtest durchgefĂŒhrt sowie die öffentliche Dokumentation dieser neuen Soft- und Hardware erarbeitet werden.  FĂŒr die Entwicklung der Stationssoftware wird das embedded RTOS Zephyr [7] eingesetzt. Zur serverseitigen Anbindung wird ebenfalls Open-Source-Software genutzt.

Die neue Station soll in seiner zukĂŒnftigen Version u.a. atmosphĂ€rische RadioaktivitĂ€t, LĂ€rm, zivile ÜberflĂŒge (ADS-B), LuftqualitĂ€t, Temperatur, Luftfeuchte, Regen usw. erfassen können, so dass diese im Internet öffentlich dargestellt werden können.

Mit unserem Vorhaben möchten wir zivilgesellschaftliche AktivitĂ€ten stĂ€rken. Eine Beteiligung von BĂŒrger:innen an der Beobachtung, Erfassung und Auswertung der Parameter unserer Lebenswelt fördert Umweltbewusstsein und -verantwortung, vermittelt Wissen ĂŒber Umwelt und Technik und ebnet den Weg zu einem informierten politischen Engagement. Vielfach sind solche Initiativen bereits behördlichen Maßnahmen zuvor gekommen und haben politisches Handeln beschleunigt oder sogar erst veranlasst.

TDRM besteht seit der offiziellen Inbetriebnahme des TDRM-Netzes im Rahmen einer Pressekonferenz am 16.12.2016. TDRM ist grenzĂŒberschreitend im niederlĂ€ndisch-belgisch-deutschen Raum aktiv und die einzig verbliebene Gruppeninitiative zu den belgischen AKWs Thiange und Doel.

[1] https://fiff.de/
[2] http://tdrm.eu/
[3] https://www.deutsche-stiftung-engagement-und-ehrenamt.de/
[4] https://github.com/PeterKamm/Environmental-Citizen-Sensor-Station-FIfF-DSEE/
[5] https://de.wikipedia.org/wiki/Long_Range_Wide_Area_Network/
[6] https://www.thethingsnetwork.org/
[7] https://www.zephyrproject.org/
[8] https://blog.fiff.de/weiterentwicklung-einer-universellen-umweltsensorstation/